Wie gut bist Du darin, Deine Bedürfnisse/Grenzen klar zu kommunizieren?
Wenn es Dir so geht, wie den meisten Menschen, dann vermeidest Du es aus Angst vor Zurückweisung…
Aber die Vermeidung hat einen Preis, den Du bezahlst, denn Du investierst Deine Lebenszeit in die Prioritäten und Probleme anderer. Dein Selbstrespekt, wenn Du welchen hast, nimmt ab, weil Du nicht für Dich einstehst. Und da Du Deine Bedürfnisse nicht respektierst, tun andere es wahrscheinlich auch nicht.
Die eigenen Bedürfnisse und Grenzen zu erkennen und sie eindeutig, verständlich und wertschätzend zu kommunizieren, ist ein zentrales Thema im Führungskräfte-Coaching und die Basis für gesunde berufliche und private Beziehungen.
Und obwohl ich seit 25 Jahren andere dabei erfolgreich unterstütze, musste ich heute mal wieder all meinen Mut zusammennehmen und jemandem klar und deutlich mitteilen, dass sie eine Grenze überschritten hatte.
Das fiel mir unter anderem nicht leicht, weil ich sie mag und es versäumt hatte, zu Beginn einen klaren Rahmen für unsere Kommunikation zu kreieren..
Diese Situation lässt sich vermeiden, wenn wir es uns zur Gewohnheit machen, klar zu kommunizieren, was wir erwarten, wozu wir bereit sind und wozu nicht.
Damit bestimmen wir, in welchem Rahmen wir uns mit unserem Gegenüber bewegen.
Wir sorgen so für Klarheit, Gewissheit und ein vertrauensvolles Miteinander.
Gelegenheiten, dies zu üben, haben wir genug:
Zu Beginn eines Gesprächs, eines Meetings, der Zusammenarbeit, einer Freundschaft oder Partnerschaft.
Aber wir tun es nicht, weil wir uns dessen nicht bewusst sind, oder unbewusst Angst vor Zurückweisung haben..
Dabei wird es immer schwerer im Nachhinein, eine Grenze zu ziehen, wo bisher keine war, oder unsere Bedürfnisse an die erste Stelle zu setzen, wenn wir sie vorher missachtet haben.
Aber wovon sprechen wir hier eigentlich?
Grenzen setzen in Bezug auf Deine Zeit:
Frage bei einem Telefonanruf, wie lange es dauern wird, um einzuschätzen, ob Du ausreichend Zeit dafür hast oder später zurückrufst.
Wenn Du konzentriert an etwas arbeiten willst, stell Dein Telefon auf stumm, und schalte alle Benachrichtigungen aus.
Kommuniziere, wann Du zu sprechen bist und woran es zu erkennen ist.
Tür auf = ich bin zu sprechen, Tür zu = ich will nicht gestört werden
Informiere Deine Kontakte, wie Du auf ihre Nachrichten und Emails reagieren wirst und ob, bzw. wie Du erreichbar bist.
Wenn Dich jemand im Vorbeigehen anspricht, während Du auf dem Weg zu einem Termin bist, (- auch Dein Feierabend ist in Termin!!!) teile freundlich, aber bestimmt mit, dass Du jetzt keine Zeit hast.
Bitte Dein Gegenüber, Dir das Anliegen aufzusprechen oder zu schreiben, oder einen Gesprächstermin zu vereinbaren.
Als Führungskraft ist es Deine Verantwortung, die Kommunikationswege zu klären und zu vereinbaren, die persönlichen Erwartungen abzufragen und Deine zu kommunizieren.
Du sorgst damit für Klarheit und Verständnis in der Zusammenarbeit.
Viel Erfolg!
